Dienstag, 30. November 2010

Zustand

Weiß.
Dieses ewig neue Gefühl,
ich, der erste Mensch
auf dem Mond.

Sonntag, 21. November 2010

Traum

Mein Gemüsehändler kreuzte Birnen mit Wassermelonen. Mir schmeckt es nicht so gut, aber ich will ihn nicht enttäuschen, auch wenn er versuchte mich zu missbrauchen.

Ich klemme zwei große Herzluftballons unter meine Arme und fliege über ein Feld. Sehr hoch; doch ich freue mich.

Das Haus und der Garten sind komplett mit einem feinmaschigen Netz umgeben.

Sie will mir etwas zeigen; ich sitze in ihrem Zimmer auf der Toilette und das Klopapier fehlt. Sie reicht es mir vom Rechner aus. Doch ich benutze ein Mikrofasertuch. Es war hellblau.

Der Kopf meiner Katze liegt auf dem Küchentisch, sie starrt mich an.

Dienstag, 16. November 2010

Donnerstag, 11. November 2010

Zustand

A R B E  I    T   E  E E  E E E EN NE NE NE NE NE NNEN ENE NEIN!

Traum

Ich lasse das Auto los,
es rollte die Straße herunter.
Du gehst einen Schritt zur Seite.
Es kracht in ein Geparktes.

Ich frage mich wie ich das bezahlen soll.
Der noch feuchte Mantel klebt an meiner Haut.

Glück

Freitag, 5. November 2010

Traum

Ich fahre mit meiner Katze auf dem Arm abgeschaltete Rolltreppen herunter, wir lachen. Ein paar dickere, asiatische Anzugmänner sind bei uns. Ihre Glatzen sind mit grauem Haar umringt und glänzen matt. Wir sind in einem Art Treppenhaus, nur mit Rolltreppen. Es geht immer tiefer; es fühlt sich nach U–Bahn an, nur kommt nie eine Gleise. Es wird dunkler und feuchter. Kalt. Mir wird mulmig zu Mute. Doch die Männer umrunden immer wieder den Schacht, um zur nächsten Rolltreppe zu gelangen. Ich überlege umzukehren. Wir sind nun 12 Etagen unter der Erde. Wieder eine Umrundung sehen wir in ein schwarzes Loch. Die Treppe ist halb weggebrochen, man erkennt ein paar dreckige weiße Kacheln tief unten. Ein Mann wirft etwas hinunter, noch bevor es aufkommt, springt die Katze schon hinterher. Ich fange an zu schreien, rufe sie, doch sie läuft unten weiter. Ich klettere hinunter. Es ist sehr dunkel. Ich laufe aus dem Schacht gegen eine Glasfront die ins Nichts blicken lässt. Autos parken, als ob sie dort vor vielen Jahren zum Sterben hinfuhren. Eine Tür steht offen, Licht. Ein kleines Mädchen steht neben einem glatzköpfigen Mann in einer Großküche, sie kochen. Man riecht nichts. Frage mich, was sie tun, wenn sie mich erblicken. Ich habe kein gutes Gefühl.

Donnerstag, 4. November 2010

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Sonntag, 24. Oktober 2010

Samstag, 23. Oktober 2010

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Sonntag, 17. Oktober 2010

Traum

Sie will runter, doch ich halte sie fest. Ihre Krallen verhaken sich im Stoff und meiner darunterliegenden Haut. Es kümmert mich nicht; auch dass die Menschen gucken.
Kalt begrüßt mich ein Freund aus einem anderen Leben, die Katze beachtet er nicht.
Das Klassenzimmer liegt im Keller, das blaues Licht der Industrielampen spiegelt sich in den fahlen Gesichtern. Maskierte Uniformierte betreten den Raum, öffnen eine Luke im Boden und schreien, wir sollen sofort das Gebäude verlassen.
Wir rennen raus. Es ist Herbst. Blätter liegen wie hingeworfen, ich springe, die Katze versteht, wir könnten sterben, doch ich freue mich und laufe schneller, an spielenden Kindern vorbei. Wohin wissen wir nicht.


Samstag, 16. Oktober 2010

Freitag, 15. Oktober 2010

Traum

In der ersten Reihe des Kinosaals im Dunkeln sitze ich;
fast leer das Dunkel;
ein Mann, die Pistolen ins Nichts zielend,
läuft an mir vorbei.

der badezusatz riecht nach nichts.

Zustand

Die Lähmung war gelähmt,
doch sie lähmt von neuem.

Montag, 4. Oktober 2010

mi

Traum

An den Wänden kleben große, gelbe Fliegen. Seit einiger Zeit versuche ich sie aufzusaugen, doch es werden nicht weniger.

Der Tisch ist gedeckt; ich geben ihnen Hundefleisch. Sie wissen es nicht.

Ich verlor sie. Laufe suchend und rufend durch die Stadt. Als ich sie finde, angeleint an der Hand eines Mädchens, liebe ich sie noch mehr.

Mittwoch, 22. September 2010

Mittwoch, 15. September 2010

Traum

Ich bin in deiner Wohnung; du bist nicht da.
Eine Freundin kam mit, wir wollen bei dir übernachten.
Das Badezimmer ist unsauber, nur zwei Zahnbürsten verraten Existenz.
Sie sind türkis, das Waschbecken kalkig.
Wir schlafen; du kommst nicht nach hause.
Wir wachen auf und machen Musik. Ich denke jede Sekunde dreht sich dein Schlüssel im Schloss; doch nichts.
Wir legen alles zurück wie es war, tun so als seien wir nie da gewesen.
Auch jetzt kommst du nicht.

Du bist nicht mehr da.

danke

k a t z e
a z
t t
z a
e z t a k

failed shot zoomed in

Montag, 13. September 2010

Traum

Er ist klein und dick; sein Kopf kahl, glänzend. Er behandelt Frauen wie Dreck. Als ich ihm sage, dass das so nicht weitergehe, lacht er. Ich sehe Gelbes mit Silberhauben in seiner fauligen Höhle müde hervorblitzen. »Was willst DU denn? Willst du mich etwa schlagen? Dann tu es doch …« Wieder lacht er sein Lachen. Ich hasse es. Ich hasse ihn; schlage zu. Es klatscht auf der fettigen Backenhaut; Schmerz durchzuckt meine Hand. Er lacht. Ich stecke meine Finger tief in seine Augenhöhlen, halte mich an den Augenknochen fest und schreie; trete ihm überall hin, schlage ihn unaufhörlich wie ein Tier. Er lacht. Ich bin ein Tier; beiße, reiße, töte.
Er liegt da. Ich nehme ihn an den Füßen hoch, er ist leicht wie ein Kind, trage ihn vor die Tür. Das alles geht sehr schnell, schon stehe ich hinter ihr und gucke durch den Spion. Lange. Da liegt er, verkrümmt, bewegt sich nicht. Er lacht nicht mehr.
Mit dem Fahrrad durch die Stadt, kopflos, Glück, dass nichts passiert, immer scheint eine Lücke zwischen den Autos für mich reserviert. Die Kripo sagt er lebt. Ich muss mich erklären. Ein alter Mann begrabscht mich, ich schreie und stoße ihn weg.
Ich bin ein Tier. Er lacht.

gehling

Dienstag, 7. September 2010

Traum

Die Katze trinkt aus einer Pfütze, ich schreie sie an sie soll es lassen, renne los, um sie wegzureißen, doch es ist zu spät; ihr kleiner Körper versteift sich, das Gift reißt ihr die Augen auf, sie atmet nicht. Ich schreie, umarme den toten Katzenleib; trage sie herum. Sie kann nicht tot sein! Nein! Es muss eine Möglichkeit geben, dass sie wieder lebt!
Ich bin an einem Bahnhof, wegen starken Gewittern fallen die Züge aus. Ich bin auf der falschen Seite, laufe über die dunklen Gleisen. Sand; Dünen; vereinzelte Gräser ragen aus der Dunkelheit und wiegen sich in der Zeit. Ich sehe die Katze. Sie guckt mich, hoch von einer Düne aus, an. Ich laufe ihr entgegen, nehme sie hoch, drücke sie stark an mich; auch sie freut sich sehr. Ich lege ihr ein Halsband um. Eine Schaffnerin nimmt mich in einen sehr kleinen Waggon mit. Wir fahren nach Hause, nur vier Menschen und die Katze. Der Lokführer steckt sie in seine warme Jacke; ihr wird es bald besser gehen. Ich darf sie nicht verlieren.

Montag, 6. September 2010

Samstag, 4. September 2010

Traum

Ich bin in eurer Villa. Zur Besichtung; ich bin nicht alleine. Viele Interessenten; Bäder ohne Waschbecken, und Wände über die man gucken kann. Wir sind im dritten und ich sehe runter bis in den ersten Stock, es ist steil, ich sage, man könne gut jemanden hinunterstoßen oder springen, es sei ein sicherer Tod. Frage nach, was mit den Vorbesitzern sei. Der Mann weicht aus, sagt darüber dürfe er nicht reden. Eindeutig. Ich sehe mir die Aussicht lange an, drehe mich um, alle weg. Panik wallt auf, ich rufe und laufe los. Keiner da. Ich will aus dem Fenster, nicht hier sein. Sehe Gestalten, fühle, ich bin nicht allein, doch bin ich es mehr denn je. Ich schaffe es raus, ich bin draußen. Atme und renne sofort wieder los. Bin auf einem Berg, sehe unten den Zug einfahren, alle sind sie da, steigen ein. Ich laufe bergab, Wolken verlassen hektisch meinen Mund, die Gleisen werden zu einem Fluss. Ich springe hinein, treibe abwärts; bin nackt, sehr hell. Komme zu einem schwimmenden Iglu aus Ästen, klettere hinein und sehe die Nebelschwaden auf dem Wasser treiben und

Montag, 30. August 2010

кошка и я

ptr

Zustand

Gerade glitzerte die Sonne auf dem kleinen Fluss unten an meiner Straße. Ich freute mich ein bisschen und schloss die Geblendeten.

Samstag, 28. August 2010

Sonntag, 22. August 2010

Freitag, 20. August 2010

Traum/Zustand



Er: »WAS
KANNST DU
ÜBERHAUPT?«






ich: »nichts.«

Mittwoch, 18. August 2010

casi

Zustand

Ich sehe überall glückliche Menschen.

Montag, 16. August 2010

Sonntag, 15. August 2010

Traum

Wir fahren von einer Autobahnbrücke runter, werden unten angehalten, steigen aus. Alle Menschen sind leise und gucken hoch. Plötzlich reißen die Hochspannungsleitungen und knallen elegant auf der Fahrbahn auf. Die Brücke ist stark mit ängstlichen Autos überladen, ich glaube nicht, dass sie es schafft. Die nächsten Leitungen schnalzen funkensprühend gen Asphalt.

Einer wird rausfliegen. Die nächste Aufgabe ist alles entscheidend. Panik wallt. Texte sollen wiedergegeben werden. Ich bin dran. Ich fand meinen Text nicht. Es ging um Lena, sage ich. Sie wollte Öl auftanken. Ich spüre die Blicke der anderen. Ich suche und blättere und höre auf mit Entschuldigungen. Ich finde den Text, gehe zum Kühlschrank und versuche mit dem Inhalt zu erklären, es ist hoffnungslos, ich gebe auf. Ich habe verloren. Ich bin die Schlechteste. Ich fange an zu schreien. Renne raus und sehe eine Frau am Fenster stehen. Draußen ist es dunkel. Renne ihr hinterher, beschimpfe sie, will sie erschlagen.

Der Mann ist sehr klein, geschrumpft, er ist sehr alt. Seine Haut braun und voller Falten. Er trägt einen Blaumann und ein blaues Halstuch. Seine Augen sind wach, seine Hände suchen meine nackte Haut. Mein Ekel schlägt sie weg. Eine Frau kommt, er grapscht nach ihren großen Weichen, sie lässt es zu. Mir wird schlecht.

Freitag, 13. August 2010

Traum

Nacht. Ich schlafe in meinem alten Zimmer unterm Dach, als mich das enorm laute Dröhnen im Garten zum Fenster ruft. Ein riesiges, schwarzes Militärflugzeug fährt ruckartig durch das Hektar Land meiner Eltern; bereitet sich zum Start vor, nimmt einen winzigen Anlauf und startet beinahe senkrecht gen Schwarz. In der nächsten Sekunde ein Feuerball. Männer in neongelben Anzügen stehen plötzlich auf dem Hausdach und sagen, dass ich in einem Computerspiel bin.
Ich wache auf und erzähle den Traum meiner Mutter; fahre dann mit ihm, und einem Kamerateam, in einem kleinen Boot über einen Fluss. Er trocknet immer mehr aus, bis zur aufgesprungenen Haut. Staubig findet er einen alten Schokoriegel und wir teilen. Es ist dunkel und die Lichter der Stadt gehen an. Nein, es ist mitten in der Nacht, friedlich, menschenlos. Wir singen, das Glück hallt. Wir kommen an Sperrmüll vorbei. Stürzend freue ich mich, doch alle Dinge sind kaputt; die Guten sicherte sich jemand, ich sehe sie von weitem und bin etwas traurig, als ich mich dann doch auf einen Stuhl setze, der dies nicht mehr wollte.
Wir sind ohne Karten in der Oper, bekommen unschöne Plätze, er dirigiert auf die rote Bühne projeziert. Die Toiletten sind verstopft und voller Gelb. Ich gehe ohne gegangen zu sein; wache auf.

Dienstag, 3. August 2010

чего здесь нет

russische pornos mit pferden

Traum/Zustand

Zwischen Traum und Realität höre ich einen unendlich lauten Ton. Er ist höher und lauter als alles, gar schmerzvoll. Die Katze liegt vor meinem Gesicht, ihre Augen erschrocken ob meines Schrecks; sie hörte es nicht.

Traum

Meine Schwester und ich hetzen zum Bus. Wir tragen vorsichtig die Formen mit der noch heißen weißen Schokolade hinein. Sie möchte sich nicht anziehen; hört auf ihrem iPod Unhörbares. Ich schreie sie an. Sie schüttelt nur den Kopf. Ich brülle und zerre, der Busfahrer will los. Ein Mädchen fährt auf ihrem Fahrrad, eine große Katze auf dem Lenker sitzend, mich ansehend, an uns vorbei.

Sonntag, 1. August 2010

trans

»ich liebe dich mehr, als sie mich wollten, weil google mehr gefällt«

Zustand

c: »haste irgend ne interessante seite?«
ich: »www.google.com«

c:»wie wird manish geschrieben?«
ich:»manish.«

Montag, 26. Juli 2010

Traum

Ich stehe in der Schlange vorm Freibad. Es ist sieben Uhr morgens. Unaufgefordert vergesse ich den Ausweis vorzuzeigen; unfreundliche Aufforderung, langsames Blättern im Pass, missbilligende Blicke, meinerseits Aggression.

Er liegt da, ziemlich blau, bewegt sich nicht. Lässt mich alles machen und tragen. Er ist der Chef. Das Zimmer ist braunrot, das Draußen schwarz mit Mottenbeschwirrtem Hell.

Die Katze schob das Buch vom Glas und trank. Ich wache auf und sehe, dass sie es zurückschob.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Traum

Sie schläft mit dem Bademeister, oft;
wohnt bei ihrem Freund, falsch wie sie ist.
Es ist etwas dunkel,
dennoch ist sie zu cool, um mit dem Bus zu fahren.
Ich versuchte sie zu erreichen, zu reden, zu gestikulieren
– doch die Mauer steht.
Standhaft.
Die Badehose ist immer noch blau.


Mittwoch, 7. Juli 2010

Zustand

angst
schmerzen im auge.
angst
sterbendes licht.

Dienstag, 6. Juli 2010

2257

eins: was ist morgen?

ich: was soll morgen sein?

zwei: gegenfragen sind nicht erlaubt.

eins: was ist also morgen?

ich: was soll denn morgen schon anders sein als heute?

zwei: gegenfragen sind nicht erlaubt.

ich: morgen ist wie heute, nur heißt es heute morgen, morgen heißt es heute.

eins: ist morgen heller als heute?

ich: nein. es wird schwärzer. jeder tag beginnt in grau – niemals ein helles grau – doch wird er schnell dunkeler, schwarz. immer ein bisschen dunkleres grau, manchmal auch schwarz schon früh am morgen.

eins: würden sie gerne die sonne sehen?

ich: ja, sehr gern.

zwei: sie wissen, dass das einem suizid gleichkommt!

eins und ich: ja.

zwei: euthanasie war früher verboten.

eins und ich lachen.

zwei lacht auch.

zwei: es ist zeit für ihre medikamente.


ich nicke und schlucke glück.

unendliches.

Montag, 5. Juli 2010

noch einer.

Gewöhnlich ist der gewöhnlich der gewöhnlich gewöhnlich ist.

KAT Z E

Eine Katze ist eine Katze ist ein Traum.

Sonntag, 4. Juli 2010

Zustand

Ein Traum ist ein rohes Ei,
lässt man ihn fallen,
ist es vorbei.

Dienstag, 29. Juni 2010

Zustand

Bereust du es?
- Was?
Das!
- Was?
Ach, vergiss es.

findet nemo

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Montag, 28. Juni 2010

Gif me yesterday back

Zustand

Nichts scheint der Leere eine Lehre zu sein.

Sonntag, 27. Juni 2010

Traum

Er tötete viele Frauen.
Ich liege ihm gegenüber und trete ihm so fest ich kann zwischen die Beine; fühle wie etwas platzt; mache immer weiter bis jegliche Kraft verzehrt und ich einfach nur noch daliege.
Er beugt sich über mich, lacht, und sagt, dass er jetzt wohl keine Kinder mehr zeugen, aber immer noch Frauen töten könne.

Dienstag, 22. Juni 2010

Traum

Endlich fliege ich wieder, so wie ich früher flog.
Freiheit.

Ich unterhalte mich mit Menschen. Sie sind aus Stein und haben große steinerne Flügel.

Ich bin auf einer Ausstellung. Mir fällt auf, dass ich noch meine rote Schlafhose trage. Ich tue so als sei es cool und extra und fülle mit verschiedenen Stiften Fragebögen aus.

Dienstag, 15. Juni 2010

Samstag, 12. Juni 2010

Traum

Es ist ziemlich dunkel; voller Smog; ein Bahnhof.
Ein 5-stöckiger, sehr dunkler, dreckiger Zug fährt ein. Nur ganz oben sind milchige Fenster. Ich springe mit meinen Taschen ganz unten auf eine offene Fläche auf. Dann stehe ich wieder am Gleis und eine Freundin ist plötzlich an meiner Stelle auf dem Zug. Eine regungslose, blonde Frau steht ernst neben ihr. Der Zug rollt. Ich sehe wie die Frau meiner Freundin mit einer Stange auf den Kopf schlägt, immer wieder, sie wehrt sich nicht. Weder höre ich das Dumpfe, noch sie meine verzweifelten Schreie.

Ich bin in einem fabrikähnlichen Haus und muss in den 16. Stock. Da ich Aufzüge nicht gerne mag, nehme ich die Treppe. Nach ein paar Stockwerken werden die Decken jedoch immer niedriger, bis es schließlich keine Stufen mehr gibt, ich in Beton ende. Also gehe ich doch zum Fahrstuhl. Dort drin steht ein Mann in Uniform und zwei kleine asiatische Mädchen. Sie gucken mich nicht an, er möchte mein Visum für die Fahrt. Ich wühle in meiner viel zu großen Tasche, ich bin mir sicher, dass es darin ist.

Ich fahre Zug und halte meinen Kopf zum Fenster hinaus.
Er reißt ab.
Ich sehe meinen kopflosen Körper langsam in das Abteil zurücksinken.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Dienstag, 8. Juni 2010

Traum

Er will mich töten, um mit meinem Blut zu malen.

Montag, 7. Juni 2010

Satz

Wenn Laufen zu langsam geht.

Freitag, 4. Juni 2010

Donnerstag, 3. Juni 2010

Traum

Während er der Asiatin ins Gesicht pinkelte, merkte er, dass dies politisch nicht korrekt ist. Also tötete und steckte er sie in ein mit Wasser gefüllte Loch im Boden.
Ich gucke hinein und sehe ein Krokodil, welches aufgrund der Lochenge, senkrecht im Wasser schwebt.

Ich schwimme in einem Hallenbad. Das Wasser ist gelb.

Ich bin auf einer Party und tanze, nach einem Blackout sagt die Uhr: 8:00. Ich erschrecke und laufe nach hause. Am Straßenrand liegt ein vergewaltigtes, stark deformiertes Mädchen; es ist tot.

Dienstag, 1. Juni 2010

Montag, 31. Mai 2010

Traum

Ich bin in einem riesigen open-air Spaßbad mit unzähligen Rutschen.
Man rutscht sehr lange, durch neblige Wolken, über weiche Silikon-Frauenbeine, über fliegende, unspitze Eisberge, bis man schließlich im kalten, schwarzen Wasser endet.
Ich sitze in einem Kanu und werde in einen engen, dunklen Tunnel mit Metallwänden gespült; passiv, ohne Padel. Ich kann die Wände und die Decke berühren, kalt; kein Ende zu sehen. Panik wallt auf. Plötzlich werde ich wieder herausgespült; es beginnt zu regnen.
Draußen ist es dunkel geworden. Ein Alarm sagt allen, sie sollen sofort das Wasser verlassen, doch es ist so schön von unten und von oben. Ich schwimme durch grünes Wasser. Grüne Fluter tauchen das ganze Gelände in diffuses Licht, ich habe keine Angst; klettere auf eine kleine schwimmende Insel zu meinen Freunden. Sie grillten Hähnchen.

gehört

Hast du gewichst?
- Wie denn ohne Internet?

Sonntag, 30. Mai 2010

Traum

Betrete ein gesichertes, braunes Haus durch einen langen, silbernen Fahrstuhl.
Es ist dunkel und etwas unbewohnt.
Darin lebt manchmal ein reicher Mann, doch finde ich ein Glätteeisen auf der Toilette.
Der Mann kann Fingernagel groß werden, in sein Mini-Helikopter steigen und wegfliegen.
Ich höre ihn, als er gerade eine kleine Spinne ist und die Tischdecke hochkrabbelt stöhnen, dass er nicht mehr der Jüngste ist.

merge

Montag, 24. Mai 2010

Traum

Ich renne in Eile nachts durch die Stadt; eine Treppe hinunter. Vor mir ein plötzliches Schwarz: unnatürlich große, glänzend schwarze Pferde versperren mir den Weg.
Sie sind blind; auf ihren starken Rücken sitzen kerzengerade Uniformierte mit aufgeplatzten Strichmündern.
Daneben Stehende.
Bewegungslos, sie und ich.
Starr ihre Augen, gerichtet auf mich.
Alle.
Keine Ausnahme.
Sie sind teils ausgewaschen grün, blau mit gold, die Augen stahlblau, die Gesichter fahl und tot. Es sind viele.
Jeder einzelne von ihnen hält ein Laib Brot in den Händen; große, kleine, in Folie geschützte.
Auch diese starren mich an. Jedes Brot hat Augen und bohrt seinen Blick auf meine Gestalt.
Die Formation bewegt sich langsamen Schritts auf mich zu;
setze zum Sprung an, sehe ihre verfolgenden, ausdruckslosen Augen unter mir.
Ich lande nicht.

Traum

Meine Mutter entfernt einer in meinem Waschbecken sitzenden, fremden Katze Zecken.

pornorama





Freitag, 21. Mai 2010

Zustand

Der Sinn verirrte sich im frisch erbrochenen Leichensaft.

Der Sinn verirrte sich in frisch erbrochenem Leichensaft.

Dienstag, 18. Mai 2010

Traum

Rockhampton, Australien, Sonne.
Stehe an der Rezeption eines ziemlich schäbbigen Hostels, eine Frau zeigt mir welche Zimmer das Wochenende über noch frei sind. Es ist fast ausgebucht. Eine Nacht kostet 600 Dollar. Entscheide mich nur diese eine zu bleiben.
Ich lande in einem Jungenzimmer. Nur notgeile, schöne Männer.
Einer zieht mich aus, der andere geht arbeiten. Ich laufe dem anderen hinterher, da er meine Currypaste klaute. Ich nehme mir einen scharfen Pilz, er brennt im Mund.
Ich treffe einen Freund aus Deutschland auf dem Flur. Wie begrüßen uns.
Ein Mächen bestehend aus Kopf und langen braunen Haaren mit acht Bleistiften als Beine, malt auf einem großen Screen an der Wand und lacht.
Ich bin in einem Hochhaus, ganz oben. Eine Sitzecke, verschiedene verstörte Menschen verteilt. Ich lese meinen Text vor. Die Therapeutin lacht und sagt ich sei ja wie Busta Ryhmes.

Montag, 17. Mai 2010

gelesener Zustand

Warten auf die Sinnflut.

Zustand

- hello

- i dunno what to say

i can say nothin by the way

@today

i have to clean up my vagina.

yes u have little bitch:

- go home motherfucker

- go home @done

@but

leave the dirt out there.


Anal

Traum

Jona.
Dunkel.
Ich stehe auf, will wissen wer er ist.
Bin in einem dunklen Raum, Menschen liegen und sitzen im Kreis;
creepy Schauer laufen mir über den Rücken.
Die Leiterin der Gruppe ruft seinen Namen.
Keine Antwort.
Ich sehe ihn vor mir, wie ihm seine braunen Haare ins Gesicht fallen, er sie mit der üblichen Kopfbewegung zurückwirft, obgleich sie eine Sekunde später wieder hineinfallen.
Die Leiterin weckt die Schlafenden, fragt alle, ob sie Jona sind.
Auch ihre kleine indische Totcher, welche im Schneidersitz vor ihren Füßen sitzt und in meine Richtung starrt. Doch sie ist es nicht.
Ist es das Mädchen neben ihr? Keiner weiß wer wer ist, jeder kann jeder sein.

Ich wache auf und fühle mich von den Wänden beobachtet. Versuche nicht wieder in das dunkle Zimmer zu gelangen, doch fallen sie zu, bin ich erneut Teil der Gruppe.
Ich reiße sie wieder auf, doch ist es auch hier nicht zu Ende.

Traum

Es ist dunkel.
Ich stehe alleine auf einem großen, blauen Trampolin in einem Garten.
Ich springe.
Höre nur das Ächzen des Trampolins.

Höre auf zu springen.
Nur Stille.
Hektisch tasten die Augen das konturenlose Schwarz um mich herum ab.
Fühle versteckte Augen auf mir ruhen.

gehört

M.: »Du musst lauter flüstern.«

Donnerstag, 13. Mai 2010

Traum

Dringend fand ich ein Klo, schließe ab, nehme die gefalteten und penibel aufeinander gestapelten, schon anurinierten T-Shirts aus der Kloschüssel und versuche im Stehen dranglos zu sein.
Ich treffe nicht, überall läuft und tropft es an den Seiten auf den Boden.
Verlasse den Raum; der Professor muss nach mir.

Traum

Vor mir steht ein randvoll gefülltes, großes Aquarium. Der Inhalt wird als Dessert angepriesen. Eine gelbe, flockige Masse mit braunen Inseln, die wahrscheinlich Schokolade darstellen sollen. Ich greife mit meiner Hand hinein; mein Unterarm ist nackt und nun von der gelben Masse überzogen; lasse das Gelb durch meine Finger laufen; lecke sie ab. Das Dessert ist recycelter Abfall. Ich spüre die nicht vorhandene Emulsion der Bestandteile; die kleinen, scharfen Plastikteile schneiden in meine Zunge und Gaumen. Ich schlucke alles runter.

Zustand

Ich dachte gerade die Katze heißt Blowjob.

Freitag, 7. Mai 2010

Realitätsverknüpfung

Deine Mama hat russische Bettwäsche.
Ich weiß nicht.
Ist die Katze eine russische Katze?
Sieht russische Bettwäsche so aus?
Ich weiß nicht wie russische Bettwäsche aussieht.
Ja, die Katze spricht russisch.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Zustand

Guten Tag, Herr Professor.
- Hast du geübt? Sonst komm morgen wieder.
So ist es aber auch billiger.
- Zwing mich nicht dazu.
Wovon genau sprechen Sie, Herr Professor? Ich möchte etwas LDS aus ihrem Arschloch kratzen. Nein, das war nur Spaß.(lacht). Eiskrem? Ich brauche ein Stück intakte Alufolie für die Endorphine.
(Er verlässt den Raum; lässt jedoch einen Furz zurück.)

Satz

Durch verstümmelndes Ausscheiden von verklumptem Ejakulat riss sein straffer Damm, sodass ein quellend frischer Blutbach das weiße Laken erhitzte.

Dienstag, 4. Mai 2010

Realität

Anal ytics

Traum

Das Meer flutete bis zum Rand, kein Sand mehr zu sehen.
Die Wohnung einer Freundin; sehr chaotisch, vergessene Essensreste ekeln.
Sie ist unten, in einer kleinen Kapsel, und taucht zum Grund.
Dann klettere ich mit hinein; Enge schnürrt mir die Kehle zu. Wir sinken.
Der Hebel zum Auftauchen bricht ab, sie lacht.
Frage mich wie viele, kurze Minuten der Sauerstoff reicht, versuche ruhig zu atmen.
Schwarz.

Montag, 3. Mai 2010

Zustand

Ein Sinn.

Es gab nie einen.

Es gibt keinen.

Es wird niemals einen geben.


Das Nichts.

Nur das Nichts gibt es.

Hier; immer. Allgegenwärtig

umgibt es mich; ich bin es.


Ein Glaube.

Ich glaube nicht nichts;

nur an das Nichts;

doch auch wenn ich selbst es bin, niemals an mich.

Traum

Er fickt mich.
Ich sage ihm, dass ich nichts fühle.
Er sagt, das sei ihm egal.
Kaure nackt in der gegenüberliegenden Ecke des Zimmers
und beobachte meinen Körper.

Traum

Ich mache mir einen Quark mit Tomatenstücken und esse davon.
Plötzlich bewegt sich die Masse und viele kleine und große Würmer bestehend aus Quark kriechen aus der Schüssel.
Sie sind an den Wänden, an der Decke; manche sind sehr schnell.
Ich muss alle töten.
Ihre Konsistenz erinnert an Gummi; sie haben keine Augen.
Sie wollen nicht sterben.

Dienstag, 20. April 2010

Kauf dich reich.


gehört.

»*kinder zu verschenken«




*Kaninchen

Zustand

Ich überlegte heute,
dass ich überlegen sollte,
dass ich was machen sollte.

Traum

Sommersonne, viel Wasser; graue, kleine Steine, tiefe Stellen durchtaucht.
Alte Gefühle lächeln mich mit weißen, glücklichen Zähnen an;
ich bin schön, strahle.

Montag, 19. April 2010

Traum

Ich bekam eine kleine schwarz-weiße Katze.
Sie lief am ersten Tag weg.
Ich wollte nach ihr rufen, doch gab ich ihr noch keinen Namen.

Freitag, 16. April 2010

Zustand

Nach Höhen und Tiefen kommt die ewige Stagnation.

Traum

Eine fettige Badewanne steht vor mir. Ich ziehe mich aus und setze mich hinein.
Ich rutsche einen Berg hinunter.

Dienstag, 13. April 2010

Traum

Ich flüchte vor jemandem/etwas.
Durch eine schwere Metalltür gelange ich in einen Flur, an dessen Ende ich eine Art Badezimmer sehen kann. Es ist hellgrau, ich glaube nicht an Fenster; die Wände blutverschmiert.
Zurück kann ich nicht, muss mich hier verstecken.

Ich will Fotos machen. Hinter mir ein Abgrund. Gucke ich hoch, sehe ich das gewünschte Bild. Sattes Grün mit gelben Blüten. Doch gucke ich durch den Sucher, ist es verschoben, als müsse ich weiter zurück, um es einzufangen. Rückwärts taste ich mich dem perfekten Bild entgegen.

Ein Pool. Er ist tief, in ihm verlaufen rostige, weiße Rohre mit großen Brausen. Ich sehe Regenwolken.

Wortunterschlagung

»Ist es ok, wenn ich 40 Minuten komme?«

Samstag, 10. April 2010

Zustand

Realität macht müde.

Zustand

Das Q ist ziemlich einsam und wird selten angefasst.

Dienstag, 6. April 2010

Zustand

Oberflächlich betrachtet war der Tag schön.
Von oben aus betrachtet.
Von außen aus betrachtet.

Morgen kommt sie wieder.
Versprechen sollte ich mir nichts.

Samstag, 3. April 2010

Zustand

Ich: »Ich möchte an einem Brokkoliröschen lecken.«
M: »Bitte vermeide die Worte »Röschen« und »lecken« in einem Satz.«
Ich: »Ich versuchs.«
M: »Danke.«
Ich: »Ich möchte an einer saftigen Mango saugen.



Geht das?«
M: »N E I N.«

Wort der Stunde

»Realitätsverweigerung«

Freitag, 2. April 2010

Traum

Ich schlage ein Ei auf.
Es ist randvoll gefüllt mit Maden,
welche sich lebendig
in der Schale winden.

Sonntag, 28. März 2010

Traum

Überall auf mir sind Bienen.
Augen und Mund zugekniffen, mein Körper liegt auf dem Boden, ich möchte nicht zu ihm gehören.
Jemand will mir aufhelfen, ich mache die Augen auf und sehe sie, wie sie ihre Hand gen meiner streckt. Ich nehme sie, spüre aber gleichzeitig, dass eine Biene zwischen unseren Handflächen eingeklemmt ist. Ich versuche loszulassen, versuche zu schreien, doch sie packt fester zu, hört mich nicht, der kleine Körper vibriert hysterisch, sucht einen Ausweg, ich muss loslassen, Panik, Angst, sie wird es tun, sie drückt noch fester,

Montag, 22. März 2010

Erschreckend

wie wenig ich weiß.
wie wenig ich je wissen werde.
wie das Wenige vergessen sein wird,
bin ich nicht mehr.

Doch ist es nicht umsonst,
nur sinnlos.

zustand

es kann nicht sein, dass ich nur freude empfinde, wenn ich materielles kaufe. der akt des kaufens macht mich glücklich, etwas mein zu nennen, so als sei es freiwillig meins geworden, als habe es eine seele. ich benutze die falsche zeitform. machte. es machte mich glücklich etwas zu kaufen, etwas haben zu wollen, etwas zu besitzen. nun kaufe ich etwas, sehe es an, es ist wertlos, es ist keine glücksmaschine; das geld ist weg. was brauche ich was ich habe? ich kaufte ein reh. es ist alt und es kauften schon mindestens zwei menschen vor mir. ich bin also ein drittklasse-käufer. es wird sich denken, dass es nicht wertvoll ist, nicht liebenswert genug, da es von einem zum nächsten und wieder zum nächsten getragen, verkauft, weggestellt wird. man sieht es an und weiß, dass es das auch weiß. ich mag die trauer in seinem sein. was wäre ich ohne die existenz der trauer? nein, ich hatte eine ganz schöne kindheit. sehr viele aus der generation meiner großeltern können das nicht behaupten. ich habe ein reh, es ist sicher halb so alt wie meine großmutter alt wäre, wäre sie noch da. in 2 tagen ist sie ein jahr tot. sie starb ohne mich noch einmal gesehen zu haben. sie ist weg. ich habe das reh. ich habe etwas was ich eigentlich nicht brauche und das was ich eigentlich brauche habe ich das? ich weiß, dass es das Ich ist was ich brauche, ein anderes Ich vielleicht, aber doch meins, ich suche es, aber ich kann es nicht finden, ich finde immer nur das eine, es ist dunkel. es wollte nicht, dass ich es finde, aber nun ist es zu spät. ich hätte es in seinem loch lassen sollen, aber nun sitze ich mit darin und gucke hoch, sehe aber keinen himmel, weil es keinen gibt. es geht nur tiefer, dunkler, aber ich halte mich an der wand fest, ich rutsche manchmal etwas ab, aber manchmal klettere ich auch kleine zentimeter hinauf und tu so als gäbe es dort oben etwas helles, das heller ist als mein hell hier. dabei ist das hell schön. es lächelt mich morgens mit dem hellen blau an. es sagt nicht viel, doch sagt es oft das richtige. ich denke wieder an "es gibt nichts richtiges im falschen" und glaube langsam, dass es stimmt.

Ich

Im Inneren das Vakuum.

Traum

Der Zug rollt schon; ich springe auf.
An einer Stange festhaltend, die Augen geschlossen, genieße ich den Fahrtwind und lächle.
Ich bereite Lasagne in der Kantine des Zuges vor. Die Sauce ist gelb und unförmig. Befülle eine Form mit ihr und Nudelplatten; es kommt ein Mann hinein. Mit den Toiletten sei etwas nicht in Ordnung sagt eine Art Frau. Ich glaube, sie ist vom Geheimdienst, ihr Gesicht sieht danach aus. Der Mann ist sehr unangenehm, spuckt in die gelbe Masse, steckt einen Zeigefinger hinterher, nun sei sie besser. Er geht; ich schütte alles weg.
Ich sitze in der ersten Reihe im Bauch eines Flugzeugs. Vor mir einige Stewardessen, die uns darauf aufmerksam machen, dass sie uns sechs mal während des Fluges darauf aufmerksam machen werden, dass wir unsere elektronischen Geräte ausgeschaltet haben sollten.
Ich schnalle mich an; wir rollen.
Die Frau neben mir beginnt zu singen. Ich gucke sie an. Sie ist breit und stark, nicht dick, nicht schön. Sie trägt Kopfhörer. Ich tippe sie an; keine Reaktion. Stattdessen wird sie lauter, schnallt sich ab und steht im rollendem Flugzeug. Ich ziehe sie runter, schnalle sie wieder und schreie sie an. Wir hoben ab, dachte ich, doch wir rollen noch. Wir können nicht starten, weil sie Musik hört, sich wieder abschnallte und steht. Ich raste aus.
Draußen; das Flugzeug steht; Beton. Ein Fitnessstudio auf der Rollbahn. Ein muskulöser Mann, kurze, schwarze Haare, enges, grünes Shirt, spricht mich an. Ich kenne ihn aus einem anderen Flugzeug. Ich kann einen Fernseher kaufen. Er kostet nur 5 Euro elf Monate lang. Er ist groß und hässlich.

Samstag, 20. März 2010

Toleranzgrenzen

»I am a little pencil in the hand of a writing God who is sending a love letter to the world.«

Traum

Ich steige in einen Aufzug.
Er ist quadratisch; so groß wie ein Wohnzimmer; der Boden Parkett, glänzend.
Er wird in die falsche Richtung fahren.
Es stehen noch andere Menschen, in Anzug und Kostüm, weit von mir entfernt, wartend da. Keine Reaktion auf den Gesichtern. Die Wände sind holzvertäfelt.
Plötzlich werde auf den Boden gerissen, wir rasen nach oben, ich halte mich am Glanz fest, doch schlägt an meiner Ecke des Raums der Boden hoch, elastisch wie Gummi, und wellt sich unter mir, ich falle in das entstehende Loch, kann mich jedoch noch festhalten. Der Boden klappt hoch und runter, als wolle er mich abschütteln, loswerden, doch dann wieder zurück;
Ruhe.
Er tut so als sei nichts gewesen.
Keine Reaktion auf den Gesichtern.
Ich muss hier raus,
doch die Türen bleiben zu.
Wir stürzen in die Tiefe,
ich schreie.

Dienstag, 16. März 2010

Traum

Ich verstecke mich hinter einer Tür.
Draußen vor der Tür stehen Zombies und wollen rein.

Ein Freund steht nackt in einem großen Raum;
sprüht seinen Körper vollständig mit roter Lackfarbe ein.


Sonntag, 14. März 2010

Traum

Traumstrand.
Weiß; menschenvoll; bunte Strandlaken säumen das Blickfeld.
Der Meeresspiegel steigt, die Menschen lachen.
Die Wellen schlagen auf die Lachenden ein, verprügeln ihre glücklichen Fratzen.
Ich stehe.
Doch will ich laufen.

Stagnation

Ich bin ein Käfer,
der auf dem Rücken liegt.
Schon lange liege ich so da.
Ich bewege meine Beine nicht,
täusche nicht mehr vor wieder laufen zu wollen.

Samstag, 13. März 2010

Traum/Realität

Ich stehe mit meinem Mann in der kleinen Küche unseres engen Apartments, sehr weit oben. Wir haben einen kleinen Balkon, die Sonne ist nicht da. Meine nackten Füße stehen auf dem warmen Boden, wir beide tragen Shorts und sind stark durchtrainiert. Ich streichle ihm über seine Glatze, dann über die blonden Haare unseres kleinen Babys. Beide haben sie blaue Augen und gucken mich an. Wir machen uns Brote für die Arbeit, wir sind beide Bodyguards.
Auf einmal drückt er mir meinen Sohn in den Arm und sagt, ich solle die Tür von innen zuhalten. Er stürmt raus, ich stemme mein ganzes Gewicht gegen die Küchentür und sehe hinaus auf das Hochhaus gegenüber, die Lichter der Menschen sind aus.
Meine Füße graben sich in den Boden, ich schwitze, das Baby guckt mich an, greift mit seinen winzigen Fingern an den Schlüssel, ich drehe den Schlüssel um und gucke aus dem kleinen Fenster in der Tür, in den Flur. Sehe den Kegel einer Taschenlampe, Panik steigt in mir auf, höre wie jemand den Schlüssel im Schloss der Wohnungstüre dreht …

meine Mitbewohnerin steht in der Wohnung.

gehört.

Ich bin für eine halbe Stunde eingeschlafen.
Aber als ich aufgewacht bin, war schon eine ganze Stunde vorbei.

Freitag, 12. März 2010

googletranslate

Dein Haar und der Geruch von Ohren und Haut und Ihr Gesicht und Ihren Penis gut. Ich weiß nicht, ob die Füße gut riechen, zu. sie riechen gut?

search failed



Realität

Ich:»Kann es sein, dass mich schon Mücken gestochen haben?«
Er:»Nein, die schlafen doch im Winter.«

Realität

Mädchen, 12:»Entschuldigen Sie, wenn ich Ihnen Geld gebe, könnten Sie dann für mich in den Kiosk gehen und einen Doppelkorn kaufen? Biiiiiiiiiiitttttttttööööö ;) ;) ;)«
Ich, 24:»Nein, Doppelkorn ist nicht lecker.«
Mädchen, 12:»Aber wir trinken den ja nicht soooo.«
Ich, 24:».«

anzügliche Tastsuche

»Hast du in allen fünf Hosentaschen nachgeguckt?«

Sonntag, 7. März 2010

Zustand

Ich gucke ständig auf die Katzenarschlöcher.

Sie kocht Eier.

Meines soll ein Acht-Minuten-Ei sein,
ihres nur ein Sechs.
Nach Sechs Minuten nimmt sie eines aus dem Wasser,
und ich frage sie,
woher sie weiß,
dass dieses ihres ist.

Donnerstag, 4. März 2010

Glück

Sonne, die du mit geschlossenen Augen ansiehst.

Montag, 1. März 2010

Traum

Ich fahre durch gelbe Räume.

Sie liegen hintereinander.

Endlos.

Jeder Raum ist gleich, keiner hat Türen; fahre durch die Wände, ohne sie zu zerstören.

Ich werde immer schneller, kann nicht anhalten; eine Frau schreit, ich solle in die untere rechte Ecke der jeweiligen Räume sehen; sehe immer größer werdende Löcher, als würde ein Tier sich von Raum zu Raum fressen und dabei wachsen.

Sie fängt an hysterisch zu werden und schreit, dass etwas Schreckliches passieren wird. Wir können nicht stoppen.

Hinter jeder Wand erwarte ich das Angekündigte.

Panik, Erlösung, Panik, Erlösung, …


Nun stehen Menschen in den Räumen.

Sie starren mich an, bewegunglos.

Mir wird kalt.

Schreie sie an, zerre an ihren harten Körpern,

doch sie wollen nicht auf mich hören.

Ich weiß, dass sie mich hören können.

Ich will, dass es aufhört.


Es werden immer mehr.


Ich soll werden wie sie.

Weigere mich,

möchte weglaufen.

Panik wellt.


Er möchte im Brunnen schlafen.

Er ist unangenehm

wie der Brunnen.

Dunkel und nass, tief und schwarz.

Er möchte Salz mitnehmen.



Montag, 22. Februar 2010

Zustand

unkreative Ziellosigkeit.
ziellose Unkreativität.

Samstag, 20. Februar 2010

geknetete Feststellung

»Du schaffst es unschuldig zu gucken, während du eine Vagina in der Hand hast.«

Donnerstag, 18. Februar 2010

Zustand

Umso früher ich aufstehe,
desto länger ist der Tag.

Montag, 15. Februar 2010

gehört.

»Ich dachte du willst deinen Finger da reinstecken und das Gelbe rausholen.«

Montag, 8. Februar 2010

gehört.

»Sie fuhren Schlittschuh mit Schlittschuhen.«

gehört.

»Ich gucke keine Pornos mehr,
ich ficke nur noch reale Frauen.«

fühlen.

Ich wache auf und dein erkalteter Körper liegt neben mir.

Sonntag, 7. Februar 2010

Zustand

Ist Warheit die vergangene Wahrheit?

gehört.

»Boah ist das warm,
ich glaube ich ziehe meine Hose aus.«

gehört.

»Anne, deine Oma muss kotzen.«

Samstag, 6. Februar 2010

i believe in freedom of speech. But not when you're sucking my cock

gehört.

Er: »Hast du eigentliche 'ne Schwester?«
Ich: »Ja.«
Er: »Sieht sie besser aus als du?«

gehört.

»Soll ich nur gucken,
oder was Besonderes?«

gehört.

»Es klingelte im Darm.«

Freitag, 29. Januar 2010

Traum

Ich habe eine kleine Katze. Sie darf noch nicht so viel essen, so füttere ich sie nur wenig.
Doch sie wächst viel zu schnell. Manchmal ist sie braun und ihr Fell sehr struppig, im Licht ist sie grau und glatt.
Ich sitze auf einem Sofa viel zu nah bei den beiden Männern neben mir, unsere Körper rutschen aufeinander. Ich will weder rechts noch links Kontakt. Eine andere Katze liegt passiv vor meinen Füßen auf dem Boden. Meine Katze kommt hastig in den Raum gelaufen, sie gibt gierige Laute von sich; wirft sich auf das andere Tier und beginnt daran zu fressen. Die andere Katze wehrt sich nicht, ist zu schwach oder möchte nicht. Ich höre wie meine Stücke Haut aus einem Ohr beißt; die Geräusche sind kaum erträglich. Niemand tut etwas. Ich reiße meine Katze mit diversen Fleischstücken im Maul von der anderen runter, packe sie im Nacken, habe das Gefühl sie dabei zu töten; ausmachen würde es mir nichts, ich hasse sie, sie widert mich an. Ich gehe mit ausgestrecktem Arm und Angst um jenen zur Tür und werfe sie hinaus. Sie fliegt weit, rollt weiter, springt auf die Füße und hechtet in den Wald, läuft auf die Straße und erstarrt im Scheinwerferlicht eines herannahenden Autos. Ich wünsche ihr den Tod.
Doch sie läuft unter den Autos hindurch wieder in meine Richtung. Ich lache; die Tür ist zu.
Ich gehe zurück zum Sofa und klemme meinen Körper zwischen die Anwesenden. Meine Katze kommt wenige Minuten nach.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Zustandsfund vom Erstensechsten09

Es ist ohne Titel.

Noch.

Als ob es jemals einen bekäme!

Was ist »es« überhaupt?

Als ob ich dies jemals wüßte!

Welch Überheblichkeit meinerseits!

Ich könnte damit beginnen zu notieren, was ich gerade in diesem Moment zu wissen meine.

Ich weiß, dass die Sonne nicht mehr auf meiner Hemisphäre herumstrahlt, mich immer wieder verlässt, sie muss. Wie geregelt ihr Leben; wie langweilig es scheint. Aber sie ist nicht allein damit. Meine Tür, nein, sie ist zu. Der Augenwinkel täuschte. Mein Fenster ist aber auf. Ich habe eine Phobie was das Aufsein von Fenstern ohne Sonne draußen, mit Licht im Inneren Dieser Satz hat kein Ende Ich weiß aber was ich meine. Das Licht ist also demnach aus. Ich bin allein. So gern gerade. Sehe die Scherenschnitte der Pflanzen auf meinem Fensterbrett und die der Bäume in der Wirklichkeit. Eine einsame Wolke schwebt, rosa angehaucht, heiligenscheinartig über der Rotbuche, welche ich als Kind als mein Baum bezeichnete. Ich ritzte meinen Namen in den dicken Stamm. Man kann es heute nicht mehr sehen. Ich tanzte um ihn herum, kletterte bis zu den dünnsten Ästen und brachte so alle, in der Krone sitzend, um den Verstand. Ängstlich, im Wind schaukelnd, frei. Die Wolke ist nicht mehr zu sehen. Was sie wohl nun tut, wenn sie keiner mehr sehen kann.

Mein Kopf platzt.

Wohin mit all dem?

Richtig, aufschreiben, was ich denke zu wissen. Ich weiß, dass ich ein Konstrukt aus Fleisch bin, welches die erstaunliche Fähigkeit des Denkens sein Eigen nennt. Reicht das nicht? Wozu all diese »Wer bin ich«-Geschichten. Wie anstrengend sie sind. Wie unnötig. Mein Hund kratzt sich, höre sein Halsband rhythmisch klingen. Nein, es war doch ein Vogel. Er bellt. Vergessen, dass die Türe geschlossen ist. Trotz dieser Tatsache habe ich das Gefühl dem Flur und so den Menschen im Haus näher zu sein. Es ist doch nur Holz.

Alle Filme, die ich heute begann, langweilten mich derart, dass ich sie nach halbstündigem Konsum auswarf.

Ich wäre gern woanders. Aber bin ich dann woanders, möchte ich wieder woanders sein. Und irgendwann möchte ich da sein wo ich hingehöre.

Oft stelle ich mir vor, bevorzugt wenn ich im Gras sitze, wie eine kleine blutleere Zecke auf mein nacktes Bein krabbelt, immer weiter hoch, noch weiter, warm und feucht, wohlfühlend, anfängt an mir zu saugen. Dann hat mein kleines Muttermal einen Freund und ist nicht mehr so allein. Die Zecke hat sicherlich viel zu erzählen, mehr als das Mal. Obwohl, das Mal. Gut, dass ich seine Sprache nicht verstehe.

Die Wolke hat sich sicher ausgezogen. Nein, wahrscheinlich nicht.

Um dem Platzen kurzweilig zu entkommen, werde ich das Notierte anderer lesen und neidisch ob deren Wortkunst werden. Hoffentlich.


Dienstag, 26. Januar 2010

Zustand

Manchmal denke ich, ich höre Musik, dann sind es nur Züge.

Sonntag, 24. Januar 2010

Traum

Ich putze mir die Zähne mit einer gebrauchten Zahnbürste.
Die Borsten sind braun.
Ich mache es schnell und ungründlich,
versuche meine Zunge von ihr fernzuhalten.

gehört.

»Und ihm schoss der Eiter in die Augäpfel.«

Zustand

Ich finde es, wenn ich es sehe.

Montag, 18. Januar 2010

Traum

Ich bin ein Mann. Meine Freundin und ich fahren mit Speedbooten übers Wasser. Das Wasser ist schwarz, so wie der Himmel und die Absichten.
Es sind zwei Boote unterwegs, beide vollbesetzt mit Leibern. Wir rasen übers Schwarz und rammen immer wieder das andere Boot. Irgendwas läuft schief, denke, falls jemand bei dieser Aktion umkommt, scheint das so gewollt. Habe das Gefühl, dass mein Wille unser Boot lenkt und wir deswegen immer wieder auf das andere zusteuern und voller Wucht daraufeinknallen. Bin enttäuscht, wenn ich es verfehle.
Es ist circa eine Stunde vor Sonnenuntergang, die Boote fahren an ein Waldstück. Noch ist alles lichtdurchflutet, doch möchte ich hier zusammen mit der Sonne weg sein.
Wir werden verabschiedet und gehen vom Boot, im Wasser treibt Müll; kleine Müllinseln, die sich zusammenfanden und sich so wichtiger fühlen.
Unsere Klamotten hängen an Kleiderbügeln an Ästen im Wald verteilt. Ein bunter Farbenweg zeigt uns wohin wir gehen müssen, dabei sammelt jeder sein Zeug ein. Meine Arme sind vollbeladen und ich verliere immer wieder ein Stück. Wir kommen an ein Wohnmobil und sollen draußen warten. Trotz verbot gehe ich rein, überall liegen Seifen aus Hotels und andere kleine geklaute Präsente. Aber eine Plastiktüte für meinen Klamottenberg finde ich nicht. Das Betreuermädchen kommt rein und schnauzt mich an, was ich hier drin verloren habe. Sie gibt mir ein Wassereis, welches genau die gleichen geringelten Farben hat wie ihr Bikini. Ich halte ihr das Eis an die linke Brust; wir lächeln uns an. Es war schon ein bisschen offen, ich denke sie hat es vergiftet. Esse es aber trotzdem und gucke ihr dabei in die Augen, als könne ich dort die Giftfrage bestätigt sehen. Gehe wieder raus und stelle mich zu den anderen dummen, unwissenden Touristen.
Ich bin plötzlich im Körper der Betreuerin im Ringelbikini, stehe immer noch im Wohnmobil, als der Betreuermann reinkommt und fragt »Warum liegt hier noch ne ID?«.
Sie: »Wieso muss er denn sterben?«
Er darauf: »Die Guten sterben immer.«
»Schleimgesicht.«

Samstag, 16. Januar 2010

»Es ist spät.«

Freitag, 15. Januar 2010

Also the slaves have sex with cows.

Samstag, 9. Januar 2010

Moment

Ich würde gerne Salzstangenzerkautes zu Salzstangen formen und im Ofen backen.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Vorvorgestern.
Vorgestern.
Gestern war ich glücklich.
Heute.
Morgen.
Übermorgen.

Dienstag, 5. Januar 2010

Nachteinsicht

Es gibt so Momente, da muss man allein ob der Absurdität der sogenannten Realität irreal irre vor sich hin lachen.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Traum

Ich bin in einem riesigen Gebäudekomplex, ein altes Museum.
Wir sind alle hier in der Dunkelheit der haushohen Wände gefangen.
Sie will uns töten.
Wieso glaubt mir das niemand?
Ich bin allein. Treffe auf sie, sie will mich jedoch noch nicht umbringen, zögert es hinaus mit einem wahnsinnigen Grinsen und dem schwarzen Loch des Todes als Freund.
Befiehlt mir auf die Toilette zu gehen und mit einem Messer meinen After aufzuschneiden.
Im Bad liegt die Leiche einer guten Freundin. Ihre Schuhe unbespritzt; ich überlege, ob ich sie nun tragen darf und hasse mich im gleichen Moment für diesen Gedanken.
Schaffe das mit dem Messer nicht.
Bin in einem großen, dunklen Saal mit Wandteppichen, schleiche hindurch, treffe auf Freunde, sie unterhalten sich laut, ich sage ihnen sie sollen ruhig sein, sie wird kommen und uns alle töten. Doch auch sie glauben mir nicht.

Ich fahre im Dschungel auf nassen, matschigen Lehmstraßen einen braunen LKW.

Samstag, 26. Dezember 2009

Traum

Ich gucke mit geöffnetem Mund in den Spiegel.
Dunkelrote Blutlachen sammeln sich darin.
Unter der Zunge ein tiefroter See aus Blut und Speichel.
Ich spucke alles aus.
Als ich mich frage woher all das Blut kommt,
merke ich wie sich mein Zahnfleisch zusammen mit den oberen Zähnen komplett vom Kiefer löst und in meinen Mund fällt.

Traum

Ich tauche in ein großes Schwimmbecken ein,
mein Körper gleitet am Boden entlang,
es scheint unendlich weit.
Glück durchströmt mich.

Schwimme wieder gen Oberfläche;
doch es gibt sie nicht mehr,
sie wurde zu Beton.

Ich

Regen prasselt auf die Dachfenster,
und läuft an meinen Wangen herab.

Samstag, 19. Dezember 2009

-

Das Nichts umhüllt das Ich.
Wie die Schneeflocke nur entstand um auf meiner Zunge zu mir zu werden.

Ich bin ein Kind

Es ist Nacht, dunkel, kalt, allein.
Zusammengerolltes Ich.
Angelehnte Türe.
Mein Versteck unter meiner Decke.
Ein Mensch in der dunklen Küche steht, verharrt, nicht atmet, auf mich wartet.
Meine Augen starren, sehen Schatten, hören nichts.
Er wartet auf meinen Schlaf.
Mache ich sie zu, mache ich sie nie wieder auf.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Teilrealität #100

grundsätzlich.

endlich sind alle menschen aus diesem haus. es dauerte lange bis sie ihre körper aus dem rauch geschoben und in die dunkle winterluft verfrachteten; auf ihre räder. sie strampeln nun gen grausame musik, um dort noch mehr zu trinken, noch mehr zu rauchen, dem delirium näher zu kommen.

Darauf habe ich grundsätzlich heute keine lust. Die Menschen waren eh alle hässlich. Es lohnt sich nicht mit ihnen zu gehen, um dort festzustellen niemandem attraktives, trotz noch mehr alkohol, zu begegnen. ich bin auch in holland. ich erwarte sowas erst gar nicht. bin gern hier allein. es ist ruhig.

gerade noch schrien die menschen der anderen grausamen musik zum trotz laut herum und rauchten sich nebelig, vielleicht um die gesichter und dicken leiber der anderen zu verschleiern, um sie nicht ansehen zu müssen. die kimmen, die rollen und falten, die wülste unter, oder gar leider über, dem t-shirt. sie sind nun alle weg. ich wohne hier nicht, ich schlafe hier nur. gerade sagte sie, mich auf die wange küssend, dass sie mich lieb habe und sie sich sehr freue, dass ich so spontan einfach vorbeigekommen bin. ja, darüber bin ich doch viel froher noch als du, dachte ich. ich wollte das meer sehn und ich sah das mehr. ich wollte auch sie sehen, und so sah ich sie. leider redeten wir nicht über das; das warum ich das meer sehen wollte, so dringend. leider umgingen wir das thema ganz. wir redeten bei kaffee und kuchen backend, bei joint und bier, bei wein und likör, beim einkaufen und beim kochen, beim laufen und sitzen und liegen, nein da redeten wir über belangloses. nur ein einziges mal, es war auf der insel, auf die wir wegen mir fuhren, saßen wir in einem restaurant, wir waren unerwünscht, da wir jung und geldlos erscheinen und es auch sind, und du fragtest mich, ob es mir gerade gut ginge oder wie es mir gerade ginge. ich entging der frage. so wie ich es immer tue in letzter zeit. ich antworte einfach nicht und wechsel das thema. ich habe nicht das gefühl, dass es jemand merkt. ich kann nur leider so schlecht lügen.

meine hände kribbeln, ich überlege, ob ich den restjoint, der unten in der dreckigen küche noch in seinem becher liegt, zu ende rauchen und so dem tod übergeben sollte. aber ob es mir danach besser oder schlechter geht, ich wage gar nicht darüber nachzudenken, ich sollte es einfach sein lassen. ich sollte auch die maske in meinem gesicht aus creme und schminke drauf lassen und dem schlaf vortäuschen, ich sei glücklich und schön. und jung. ja jung bin ich. vierundzwanzig.

gute nacht.

Montag, 14. Dezember 2009

Traum, oder?

Ich beiße in ein mit Beef belegtes Brötchen.
Frage mich kauend warum ich das tat.
Beef mochte ich noch nie.

Auf dem weißen, großen teller vor mir liegen bläulich schimmernde, kleine Krabben.
Ich esse sie alle.
Sie schmecken nach nichts.

Samstag, 12. Dezember 2009

Traum

Ich bin der letzte Mensch,
und unterhalte mich mit einem
Bonbon.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Nackt gebärt es sich am Besten.

Traum

Ich stehe vor einem riesigen Screen, welcher die Erde zeigt.
Die Macht des Wetter liegt in meiner Hand.
Mit zwei Fingern scheuche ich die Wolken über die Kontinente.
Jetzt wird es bei uns schneien.

Samstag, 5. Dezember 2009

Sein

Schimmel bedeckt meine Haut.
Ein haariger, weißer Teppich.
Weich.
Berühre ihn mit meinen Fingerspitzen.

Zustand

Hunger vs keinen Appetit

Montag, 30. November 2009

radiologe Realität

Schmerzen trieben mich unausweichlich zum Unvermeidbaren.
Alleine im Wartezimmer lese ich in meinem Buch;
der letzte Satz vor dem geduldigen Aufruf:
»Sie öffnete schweigend ihr Gewand und zeigte ihm ihre von Krebs zerfressene Brust.«

Samstag, 28. November 2009

Traum

Ich bin mit meiner Mutter unterwegs, wir sind am Flughafen.
Suche die Toiletten; finde einen großen Raum mit Metallrinnen für beide Geschlechter. Irritiert hocke ich mich neben zwei Frauen. Statt Klopapier benutze ich ein seifengroßes, glattes Stück Metall. Habe das Gefühl alle Krankheiten saugen sich in mein Inneres. Angeekelt gehe ich zurück zu meiner Mutter, die mich anfährt wie ich nur so unhygienisch handeln konnte.
Ein schöner Mensch stellt sich vor mich, ein Fotoalbum in den Händen haltend. Eine hellblonde Strähne fällt im ins Gesicht, als er sich zu mir hinunter beugt und fragt, ob ich diese Frau schon einmal gesehen habe. Leider kenne ich sie nicht, ebenso meine Mutter. Traurig gucken mich seine Augen an, sie sagen, dass dies seine Mutter ist, die er noch nie gesehen habe. Wir gucken das ganze Album an und er erklärt mir alles. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er seine Mutter eines Tages findet, er solle nur auf die Gesichtszüge achten. Er gibt mir seine Hand, ein lautes Knacken hallt durch den Flughafen, ich fange an zu schreien, er lässt nicht los und es knackt immer wieder, Schmerz durchfährt meinen Körper. Er bricht mir immer wieder den Arm; seine makellosen Zähne entblößt lacht er mich aus. Ich reiße mich los, schreie um Hilfe, renne weg,
doch niemand reagiert. Ich höre nur sein Lachen. Alles war gelogen.

Donnerstag, 26. November 2009

Zustand

Ich halte die Sinnlosigkeit nicht aus.

Mittwoch, 25. November 2009

Ich stehe vor einer scheinbar unendlich hohen Wand,
denn ich guckte nach oben und sah kein Ende.
Ich könnte zurück gehen, aber dort wartet nichts mehr auf mich.
Nur ein schwarzer, leerer Raum.
Er ist hinter mir, er guckt mich an.
Mir ist kalt.
Also verharre ich vor ihr.
Sie sind beide stärker als ich. Ich bin machtlos;
gelähmt.
Ich warte auf

Dienstag, 24. November 2009

Traum

Ich habe zwei Katzen, die für Ratten gehalten werden.
Der Kater ist geil; ich befriedige ihn.
Seine Widerhaken zerkratzen meine rechte Hand.
Er spritzt auf mir ab.

Mittwoch, 18. November 2009

Heute

Ich möchte keine geschlossenen Türen sehen!
Denkt man zu viel an eine Person, denkt man, man gehe ihr sehr auf die Nerven, sagt man nur Hallo.
Es ist dunkler als es Gestern dunkel war.
Das beklemmende Gefühl auf der linken Brustseite beginnt nicht weniger zu werden.
Geträumtes und Erlebtes vermischt sich immer mehr gen graue Masse,
die ich blind mit einem alten, weißen Plastiklöffel in mich hineinschaufel;
Scharfkantiges wird brav geschluckt.
Tränen quellen, laufen, versiegen.
Wo bleibt sie? Meine Verdränung – Geliebte!
Warte im Regen, ohne Schirm.
Trage Haut, nackt bin ich eh.
Schlafe ein;
der Boden trägt mich davon in eine angenehmere Welt.


Dienstag, 17. November 2009

Traum

Laufe in einer großen amerikanischen Shopping-Mall aufs Klo, in welchem eine runde, schwarze KloMama über die Kabinen herrscht.
Einige Schüsseln sind mit Bananen gefüllt; auf den nächsten beiden bunte, farbige Frauen; sitzend unterhalten sie sich über die niedrige Trennwand hinweg.
Ich finde weiter hinten eine freie, wenn auch sehr enge Kabine. Quetsche mich, da dringend, durch die Öffnung ins Innere. Stelle fest, dass jene für Kinder konzipiert ist, setze mich dennoch.
Neben mir, an der Wand installiert, eine Art Tablett, welches zwei kleine Schalen Krautsalat mit Möhrenraspeln trägt. Ein Post-it verrät mir für wen es bestimmt ist.
Erleichtert wieder in den Vorraum eintretend, werde ich von der freundlichen Klofrau gefragt, ob ich etwas essen wolle. Ich nehme mir eine Daumendicke von den Truthahnbrustscheiben, überlege es mir anders, und bestapel den Rest wieder damit. Entscheide mich für Tomate und Gurke auf Brot.
Trockne mir die Hände, nicht wie ich dachte an einem gewöhnlichen Handtuch, sondern an einer Zimmerpflanze ab. Verstörrt entschuldige ich mich bei der Frau, welche nun zwischen hunderten von Pflanzen grinst, meint, dass wir Deutschen ziemlich viel Scheiße im 2. Weltkrieg gerissen haben, und sie meine Zweisprachigkeit bewundere.
Möchte sie nicht mehr aus meinem Leben lassen, so groß ist die Sympathie. Doch möchte ich ihr meine Adresse nicht geben, um sie nicht in die Verlegenheit ihres Analphabetismus' zu bringen.