Mittwoch, 30. September 2009

Realität

Jeder Deutsche verspeist in seinem Leben durchschnittlich 1094 Tiere.


4 Kühe oder Kälber,
4 Schafe,
12 Gänse,
37 Enten,
46 Truthähne,
46 Schweine,
945 Hühner
+ Ungezähltes aus dem Meer.

Dienstag, 22. September 2009

Freitag, 18. September 2009

Traum

Meine Füße brennen.
Gucke sie mir genauer an; sehe, den Innenseiten beider Füße parallel zur Fußlänge verlaufend, blutige Risse. Ich fasse sie an und kann meine Fußsohle fast ganz vom Fuß lösen, sie halten nur noch am äußeren Rand. Ich klappe den verhornten Fleischlappen zurück und beginne panisch zu schreien.

Donnerstag, 17. September 2009

Metapher

In deinem Kopf gibt es einen riesigen Pool,

in welchem alle deine Lügen Bahnen ziehen,

damit sie stark bleiben.

Gefundener Dialog

Oma: "Du musst die Türe aufmachen; die Frösche wollen raus."

Papa: "Wieviele Frösche sind es denn?"

Oma: "Neun."

Papa: "Ok, dann sagste bei zwölf nochmal Bescheid."

Worte

Sich beim Essspaß satt denken.

Worte

Gefühle zum Trocknen auf die Wäscheleine hängen.

Mittwoch, 16. September 2009

Worte

Es wird nur der gefragt,
der nicht gefragt wird.

Dienstag, 15. September 2009

Traum

Der Fuß ist gebrochen und sehr dick angeschwollen. Die Zehen sind so winzig, dass sie zu klein sind um darauf Nägel wachsen zu lassen. Plötzlich springt der Junge auf und schlägt Räder auf dem grauen, trockenen Asphalt vor meiner Haustür.
Ich schließe die Türe, mir ist das zu blöd. Log er mich doch mit seinem Fuß kalt an!
Ein Kratzen an der Türe, ich spähe durch einen kleinen Schlitz, welcher die Zeit riss, nach Draußen. Sehe nur den sonnigen Grund.
Nun fährt eine kleine Hand durch den Briefschlitz hinein und sucht mich, blind. Ich weiche aus. In der Hand steckt ein kleiner Ast. Der Arm wird immer länger, abnormal lang, erreicht mich und umfasst den Ast fallendlassen mein Fleisch.
Dagegenschlagend fährt er zurück durch den Schlitz; ich öffne die Türe.
Ein kleines blondes Mädchen mit Ringellöckchen und dreckigen Klamotten, vielleicht ist sie vier, steht dort, guckt zu mir hoch und sagt: "Ich hätte gerne etwas zu Essen. Für meine Familie und mich." Mustere sie; dreckig und mager wie sie ist, bekomme ich Mitleid, doch gefällt mir der forsche Ton und die Sache mit der Hand nicht wirklich. Sie guckt aber schon wartend in der Gegend herum. Also gehe ich doch ins Haus, auf der Suche nach einem Töpfchen Sahne und Nudeln.
An der Küche vorbeigehend, auf dem Weg zur Speisekammer, sehe ich im Augenwinkel wie sich etwas bewegt; ich gehe hinein. Niemand ist dort.
Nur der Wein dreht sich in rasender Geschwindigkeit in seinem Glas. Immer schneller, schwappender, wahnsinniger.
Plötzlich fangen alle Türen an auf und zu zuschlagen; ich versuche die Türen zu schließen, doch sie schlagen weiter laut und unkontrolliert herum; schlagen mich; schlagen sich gegenseitig.
Was tut sie? Warum, was habe ich getan?
Ich habe die Küche meiner verstorbenen Oma übernommen.

Mittwoch, 9. September 2009

Traum

Wir haben ihnen zukommen lassen, dass wir eine Schatzkarte hätten. Ich wußte, dass es sie wahnsinnig machen würde, wäre es wahr; hätten nicht sie die Karte, sondern jemand anderes. Wir bastelten uns eine; gerade kippte ich noch etwas Sand über das Papier, rieb es ein, sodass sie älter aussieht als gerade frisch gedruckt, was sie ja war. Doch der Fake ist so offensichtlich, dass sie uns sowieso töten werden-aus Wut, mit ihnen Spielchen getrieben zu haben.
Sie klopfen, ich gehe langsam in mich hineingrinsend zur dunkeln Holztür; merke, dass sie nicht warten können auf die drei Schritte von mir bis zum Knauf, sie treten sie ein, stürmen rein, halten mir ihre Pistolen an den Kopf, ich lache, sie schreien nur:"WO?", doch ich lache nur weiter.

Ich wache auf, sehe mein Gesicht im Spiegel, befühle mit meinen Fingern ungläubig meinen Haaransatz.
Ich kratzte mir nachts riesige Pickel auf, die Haare sind blutverklebt. Kruste unter meinen Fingernägeln. Wie ein Haarreifen rahmen die dunkelroten Wunden mein Gesicht ein.

Ich wache auf und betaste panische meine Schläfen. Alles rahmenlos.

Fünf Monate-Bereits Nostalgie.

Heute morgen zog der tote Duft des Parfüms meiner Großmutter an mir vorbei.

Sonntag, 6. September 2009

Traum

Bin in einem Hostel voller junger Menschen. Nur Zimmer mit Glasfassade.
Die Toilettentür lässt sich nicht schließen; versuche mich zu beeilen. Als ich aufstehen will, kommt jemand rein und ich lache über mich, weil ich mich vergessen habe abzuschnallen. Auch vergaß ich meine schwarze Jogginghose runterzuziehen.
Die Betten sind aus Metall. Es ist dunkel. Grünliches Kunstlicht lässt uns alle wie Krebspatienten aussehen. Die Stimmung ist gedrückt, wir warten auf den Tag.
Der Ausblick ist jedoch wunderbar und gleichzeitig beängstigend. Von oben herab gucken wir auf die dunkle, riesig auslaufende Stadt, als seien wir auf einem Berg, jenseits der kleinen Lichter, jenseits jener schlummernden Energie.
Man kommt sich allein vor; man gehört nicht dazu.
Ich starre auf die Schönheit des Lichtermeers, als meine Augen plötzlich einem Flugzeug folgen müssen, das dunkel und groß über eine Bahn fährt. Der Flughafen scheint mitten in der Stadt zu sein. Es fährt schneller als normale Passagierflugzeuge, biegt auf die Startbahn ab, steht keine Sekunde, dreht sich abgehackt um 90°, nimmt einen sehr kurz Anlauf und fliegt schon beinahe senkrecht in die Luft, macht eine seichte Linkskurve; in meinem Magen kribbelt es. Wie Unterwasser bewegt sich das Flugzeug langsam, geschmeidig, und leicht. Die Kurve hört nicht auf, es fliegt gen Erde, stürzt geräuschlos in die Häuserschluchten, reißt eine Schneise ins schlafende Leben.
Entsetzen beherrscht unsere fahlen Gesichter.

Mittwoch, 26. August 2009

Zustand

Fühl mich heute wie abgestandene Luft,
aus welcher der Sauerstoff von vielen Fremden belanglos herausgesogen wurde.

Samstag, 22. August 2009

Kontaktversuch

Michael: Hi ...möchtest du mal ausgiebig und zärtlich die Haare mit viel Schaum und anschliessender Spülung gewaschen bekommen? ...bin der Micha, 31, aus Aachen und liebe schöne Haare... hast Du zufällig Zeit und Lust zu chatten? :)

Worte

traubengroße Tropfen

Freitag, 21. August 2009

Realität

Den ganzen Morgen schon ist es ruhig, nichts zu tun. Mein Kollege und ich sitzen draußen und genießen die viel zu warme Sonne, ab und an verirrt sich ein Kunde in den Laden, angezogen vom Geruch eines noch imaginären Sandwiches. Wir wechseln uns mit dem Service ab, essen Macadamiaeiscreme und freuen uns über die kurzweilige Abkühlung.
Das schlechte, bezahlte Gewissen treibt uns wieder in die Windstille des Ladens und wir beginnen wieder den braven Sandwichverkäufer zu mimen.
Ein behelmter Typ springt von einem roten, laufenden Roller, unterhält sich kurz mit dem neben der Eingangstür wartenden Fahrer, und betritt den Laden. Dass er es eilig hat, merke ich natürlich sofort und begebe mich zu den Cookies. Er erscheint mir ein typischer Cookiekäufer, der schnell wieder weg will.
Er kommt auf mich zu, immer noch seinen Helm auf dem Kopf tragend, Visier nach oben, zieht sein graues T-Shirt hoch, sodass ich kurz seinen gebräunten, flachen Bauch sehe; zieht die im Bund steckende silberne Pistole heraus, zielt auf meinen Kopf und fordert mich auf alles Geld aus der Kasse zu nehmen. Seine Jeans ist hell, ausgewaschen, billig, der Lauf der Pistole ein schwarzes Loch.
Ich werde sterben.
Mein Körper öffnet die Kasse, wirft alle Scheine vor ihn hin, er rafft sie zusammen, drängt immer wieder, dass ich schneller sein soll, schneller.
Ich habe nichts mehr; sage es ihm. Das Geld zusammenraffend ist er weg.
Alles zittert, ein irres Lachen verlässt mein Gesicht, Ungläubigkeit. Seine wasserblauen Augen.

Realität

Vorgestern guckte ich allein im Wohnzimmer nachts fernsehen.
Dem kleinen Bäumchen neben mir fiel ein getrocknetes Blatt herunter.
Laut schwebte es zu Boden.
Ich stellte mir vor, wie ich im Augenwinkel beobachte, wie der Baum danach all seine Blätter gleichzeitig abwirft, nur um mir etwas zu beweisen.
Dann überlegte ich, was ich täte, wenn es dazu kommen würde.

Dienstag, 18. August 2009

Traum

Es ist Nacht und ich bewege mich auf einem leeren Frachter auf See. Das wenige elektrische Licht wird beinahe ganz von der Dunkelheit ringsherum verschluckt.
Überall auf Deck liegen Leichen, man muss aufpassen nicht auf sie zu treten, wie auf Nacktschnecken bei Regen.
Jemand will einen Soundcheck machen, warum und für wen, frage ich mich. Die Angst auch eine von den für immer Liegenden zu werden, frisst an mir wie die feuchte Kälte, die mich an die Hand nimmt, mich wahllos durch das Dunkel laufen lässt, ausweichend.
Nun steht mein toter Opa vor mir. Ich kann mich nicht erinnern, ob er zu mir sprach, ich wüßte es gerne. Er sieht so aus wie ich ihn in Erinnerung habe, guckt neutral, ohne Emotionen in meine Richtung. Da wird mir klar, dass er all die Menschen tötete.

Mittwoch, 12. August 2009

Traum

Bin an einem Teich voller bunter Fische. Habe eine Art Pipette dabei, in groß, Plastiktütenähnlich. Sauge damit die Fische auf. Manche flutschen sofort durch den Druck ins Innere, andere sind zu groß, bleiben an der schmalen Stelle der Tüte hängen, blähen sich auf, kurz vorm Zerbersten rutscht der Körper doch noch durch den engen Tunnel zu den anderen Nemos. Beim Befühlen der Fische fällt mir ein, dass sie Wasser brauchen zum Atmen. Nehme also schnell mit der Pipette etwas auf. Glücklich sehen sie nicht aus in ihrem prallen Gefängnis. Ich habe Angst sie könnten mich mit ihrem Hass töten.

Kaiserplatz, Aachen

Sie läuft stolzierend mit wehenden Wasserstoffblonden über die Straße, er hinter ihr her, brüllend: "BLEIB STEHEN!"
Der Versuch des Ignorierens ihrer, als auch meinerseits, scheitert.
Sie setzt sich mit erhobenen, dunkeln Ansatz auf die nächste Metallbank, Beine übereinandergeschlagen, Arme gekreuzt; Demonstratives in-die-andere-Richtung-schauen, zickig sein.
Er ist kleiner als sie, springt jedoch erstaunlich gummiartig und gleichzeitig schwerfällig, Bullterrierhaft über die Straße, stellt sich neben die Bank, starrt uns Passanten an "WAS GIBT ES DA ZU GUCKEN??!?" (Ob diese Frage rhetorisch gemeint ist, traue ich mich nicht zu fragen.)
Dann zu ihr: "DU WILLST NICHT, DASS ICH AUSRASTE, WILLST DU DAS??!",
sie: "ACH, LECK MICH DOCH!",
er: "DAS KANNSTE VERGESSEN!!"

Der Bus kommt, ich steige ein und wünsche mir einen schönen Tag.

Dienstag, 11. August 2009

Reales

Ich: "Sag mal, Steve, welche Farbe hat eigentlich deine Zahnbürste?"
Steve: "Pink."
Ich: "Meine auch."
Steve: "Ja, ich wunderte mich auch voll, weil ich bin ja ein Junge und wieso habe ich dann die Pinke?! Aber benutz die schon seit Monaten."
Ich: "Dann nehm ich nun mal die Grüne."

Sonntag, 9. August 2009

Nachmittagstraum

Mein Vater bringt mich in die Stadt. Es ist warm, mein Fenster zu. Sehe neben der Straße drei Senioren, die Frau sitzt im Rollstuhl, hebt eines ihrer Beine, zu makellos und gelenkig für ihr Alter, und reibt damit gegen die Beule des alten Mannes in Anzughose. Der Dritte hält den Rollstuhl fest und sieht ihr dabei zu.
Der Rum ist leer.

Freitag, 7. August 2009

34°

Als Add-On empfehle ich Ihnen zu Ihrem Teriyaki: "Sandwich Artist-Sweat-Femme".
Für den perligen Aufpreis von nur 50 Cent!

Mittwoch, 5. August 2009

Meine Stimmung

Gobbledigook

Traum

Wir renovieren, meine Eltern sind weg. Das Haus hat keine Türen, die angebrochene Dunkelheit fließt ins Wohnzimmer. Ein Freund kommt mich besuchen, freue mich, umarme ihn und merke, dass er erregt ist. Er grinst mich an; ich ignoriere das Gespürte und löse mich von ihm.
Breitbeinig auf dem Sofa sitzend strahlt er mich an und sagt: "Jetzt kannst du es wohl nicht mehr ignorieren." Natürlich nicht. Ich weiche seinen Lippen aus und frage ihn, ob er Hunger habe, wir hätten wohl Nichts da. Nach Bejahen sehe ich wie er sich geröstete Zwiebeln über seine Nudeln streut, sie glänzen vor Fett. Er ist Vegetarier.
Wir sind im Wartezimmer eines Zahnarztes. Dunkle Zimmer wie Karies. Ich gehe im dunkeln Treppenhaus hoch, vergaß meine Tasche und gehe wieder runter, auf dem Weg kommen mir viele Jugendliche mit Rosen entgegen "Die sind für euch." Freue mich; meine Tasche steht noch dort.
Er hat eine rote Rose in der Hand, sein Blick sucht mich; verstecke mich im Dunkeln.


Dienstag, 4. August 2009

Montag, 3. August 2009

Traum

Es ist dunkel, die Luft feucht. Alle Lebewesen sind verseucht, bis auf den Menschen.
Wir sind ihr Ziel.
Ich schwebe über einem hohen, beige-sandsteinfarbigen, alten Gebäude. Ich bin ohne meinen Körper hier.
Aus dem Gebäude fallen ständig Leichen auf die Straße. Manche liegen noch gebeugt im offenen Fenster, werden dann von großen Tierpfoten aus dem Rahmen getreten, und fallen krachend auf den Asphalt, unten in der Tiefe.
Ich weiß, dass ich sterben muss, wenn ich zurück in meinen Körper gehe; doch muss ich irgendwann zurück ins Fleisch.
Panik lässt das Körperlose schwitzen.
Selbst die Pflanzen um einen herum wollen dich töten, sie kommen näher mit ihren ausgestreckten, grünen Tentakeln, übersät mit weißem Schleim.
Die nicht-menschlichen Laute des brutalen Ensetzens der Menschen mischen sich mit denen der animalischen Wesen zu einem unerträglichen, schmerzlichen Lärm.
Zurück in meinem Körper, renne ich durch ein anderes Gebäude. Man sagte mir, wir werden evakuiert. Nur wohin? Laufe in einen großen Raum, die Sekretärin kommt auf mich zu und sagt, ich solle schnell verschwinden. Nur wohin?
Ich bin in einem Raum mit einem anderen Mädchen, es ist dunkel, die Türen sind alle verschlossen, die Geräusche immer noch da. Wir kommen hier nicht raus. Doch wollen wir hier raus?
Der letzte Schrei einer verlorenen Seele hallt in meinem schlagenden Herzen wider.

Sonntag, 2. August 2009

Worte

frisch Erbrochenes

Freitag, 31. Juli 2009

Traum

Ich bin in einer Art von Zoo, habe lange braune Haare und stehe vor einem kleinen Gehege, dessen Schild besagt, dass Mönche darin leben. Ich öffne das Gitter und viele kleine Meerschweinchen laufen munter plaudernd über meine Hände, an mir vorbei, ins Freie. Versuche sie zu fangen und wieder in ihren Stall zu werfen, doch sie sind unglaublich froh endlich da raus zu sein.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Traumfunde

Mein Schäferhund beißt eine kleine Katze, dabei will er zuerst nur mit ihr spielen, ich will sie aus seinen Zähnen ziehen,

aber ich merke, wie der kleine Körper unter der Spannung anfängt zu platzen.


Sex mit I., ich schlafe bei ihm, dachte mir nichts dabei, er schon.

Auf dem Fußboden.


Ich esse Katzenfutter.


Eine Freundin und ich arbeiten in einem Cafe.

Wir backen den ganzen Tag Käsekuchen. Jene sind hoch und fluffig.

Ich schneide jeden an und esse von Allen.

Ich wache und stehe auf und esse Käsekuchen, fühle mich so stark satt nach der Hälfte eines Stückes, dass ich aufhöre zu essen.

verliebt in: A. Warhol

I wake up and call B.

B is anybody who helps me kill time.

B is anybody and I'm nobody.

B and I.

Worte

stark muskulös

Ich

Machmal kann ich nicht einschlafen, dann höre und fühle ich mein Herz laut unter meiner Haut schlagen.

Es schlägt überall, in meinem Kopf ist es laut.

Ich denke, dass ich vielleicht einfach nicht mehr aufwache, weil es vielleicht einfach aufhört, wenn ich gerade nicht zuhöre, zu schlagen; vielleicht hört es aber auch auf, wenn ich gerade zuhöre. Dann

höre ich den letzten Schlag.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Gelb

Ich liebe Gelb.

Sonntag, 26. Juli 2009

Traum

Meine Mutter geht mit mir zum Kinderarzt, weil etwas mit mir nicht stimmt. Auf die Frage hin, ob ich nicht langsam mal zu alt dafür sei, schüttelt sie nur den Kopf. Die Kinderärztin will mein Blut. Natürlich packt mich sofort die Panik und ich bitte um eine sehr dünne Nadel, währenddessen schläft meine rechte Hand ein und ich bemerke dies. Sofort rammt sie mir die Nadel in den tauben Handballen, und wieder, und noch einmal. Meine Augen fest zugekniffen bin ich auf einmal in einem riesigen Freizeitbad. Die Luft ist stickig, alles voller Menschen. Vor mir die wilde Öffnung einer langen Rutsche. Setze mich ohne Schwung hinein und rutsche in Zeitlupentempo die Bahn entlang, werde ungeduldig, reiße mir die Bikinihose zwischen die Backen und ziehe mein Oberteil aus. Gewinne so sehr stark an Fahrt. Merke beim Ankommen, dass ich halbnackt bin, sind aber nur Kinder da.
Sitze an der Straße vor einem Haus von Freundinnen auf dem Bordstein. Neben mir ein Eimer Wasser mit einem Lappen. Das Wasser ist ziemlich milchig und voller Sand. Ich warte. Bald kommen die Mädels nach hause, alle nur in weißer Unterwäsche, es ist warm, so gegen Mittag. Sie rufen mir ein "Hallo" zu und verschwinden im Haus. Eine ungekämmte, blonde Frau mitte 30, kommt um die Ecke direkt auf mich zu. "Wenn du nicht sofort abhaust, hol ich die Polizei", sagt sie mir mit ihren leeren, beinhahe hohlen Augen, der Mund bewegt sich kaum. Ich verstehe nicht ganz was ich falsch mache, aber vielleicht denkt sie einfach ich sei eine Obdachlose. Stehe also auf und klingel mit meinem Eimer in der Hand bei den Mädchen. Als ich durch den Flur gehe, wische ich schnell über den Boden. Drinnen angekommen, sitzt nur noch eines in eine Decke gehüllt in der chaotischen Küche und will mir einen Kaffee machen. Auf einmal verspüre ich den starken Drang nach hause zu müssen. Ich wünsche ihr eine Gute Nacht und verschwinde wieder in die warme Sonne. Der Flur ist voller Sandschlieren. Die ganze Stadt ist voller Polizei, die Sonne geht schneller unter, als geplant. Überall laufen dunkle Gestalten herum und werfen mit Farbbomben, erschossen werden sie mit echten Patronen. Angst überkommt mich. Wohin soll ich laufen, wie komme ich zum Bahnhof. Laufe immer weiter allen aus dem Weg. Komme auf einen Hügel, sehe in naher Ferne ein sanftes Dorf eingenistet in Bergwipfel, welches in der untergehenden Sonne schimmert, und renne in diese Richtung. Komme auf einen Bauernhof, vollgestopft mit altem Trödel. Zwischen alten Schränken sitzt ein altes Ehepaar und grüßt mich freundlich. Ich erzähle ihnen, dass mir heute Blut abgenommen wurde. Sie wollen mir daraufhin gern einen Kaffee kochen, jedoch haben sie keinen, den müsste ich doch bitte im Dorfladen kaufen gehen. Ich frage warum sie denn nicht gehen, aber sie können nicht mehr gehen.

Samstag, 25. Juli 2009

Traum

Mein Zimmer ist 10 Meter lang und 2, 5 breit. Ein langer Schlauch, an dessen Ende 3 Stufen auf eine kleine Empore führen, auf welcher von 3 Fenstern erhellt mein Bett steht. Ich setze mich und starre auf den Schlauch, komplett verkachelt in ausgewaschenem gelb. Direkt daneben mein eigenes Bad. Es hat mehrere Toiletten und einige Duschen. Auf einer Tür steht "Küche". Jana kommt dazu und meint lachend, sie zeige sie mir nun. Sie öffnet die dunkelbraune Holztür und eine steinerne Wendeltreppe schraubt sich ins tiefe Nichts. Unten angekommen macht sie das Licht an und ich erschaudere. Ein riesiges Rondell, 100 Meter hoch und größer als ein Stadion wird vor meinen Augen von unzähligen Lampen erhellt. In der Mitte die Küche und eine runde Theke, drumherum stehen Tische mit Stühlen, verstaubt, unvorbereitet auf Menschen. Ein Restaurant.
Wir laufen im Kreis um die Theke herum, der Raum beginnt sich mit Wesen zu füllen, sie laufen alle mit; werde hochgerissen und fliege.
Ich laufe durch die dunkle Nacht. Es ist unerträglich warm, alle Fenster der vorbeiziehenden Häuser stehen offen. Dunkle Löcher, dahinter lauern Augenpaare, die mich gierig anstarren. In einem Geöffneten steht eine Frau in einem gelben Sari und guckt mich an. Ich laufe schneller. Bei meinem Freund angekommen, werfe ich mich unters Fenster und versuche regelmäßig zu atmen. Krabbel durchs Zimmer, hinters Sofa. Sie werden mich finden, heute nacht werde ich sterben.

Freitag, 24. Juli 2009

Wort

Hartz-4-Hackfressen


Brownie, roh auf Fingerkuppe

ablecken,
die geschmolzene Schokolade, langsam
saugen, bis alles weg, genüsslich
die Augen schließen, träumend,
das Paradies.

Irgendwie 2D

Über die Wolkentürmte türmten sich Wolken über Wolken.
Ich mag diesen Moment vor dem Moment des Regens,
reißausnehmend in Sicherheit bringen,
hinter Glas trocken.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Der Hautarzt …

war in Urlaub.

Wort

unputdownable

Dienstag, 21. Juli 2009

Meine Tagesaufgabe

Ich geh gleich zum Hautarzt. Wußte gar nicht, dass die meistens auch Spezialisten für Geschlechtskrankheiten sind. Das Kopfkino im Wartezimmer wird ein Fest!

Ausbruch

Hektisches Hin- und Hergucken, hühnergleich.
Meine Beine wibbeln, mein Kopf voller Energie, zügelloses Geschwirre.
Menschen versunken in sich selbst, Ignoranz.
Antippen meinerseits; genervte Reaktion.
Stagnation, unkontrolliertes Hirngekritzel.
Gefangengenommen im Raum der Zeit.
Zufällig hier.
Sie übermannt mich.

Die, die mich u.a. austrug,

sagte mir heute morgen amüsiert-geschockt, dass ich wohl eine schlimme Kindheit gehabt haben müsse bei den ganzen Phallussymbolen in meinem Kopf, "Dein Vater sollte lieber nichts von dir lesen, der ist zu prüde für sowas."
Sie muss es ja wissen.
Guten Morgen.

Freitag, 17. Juli 2009

Sauerstofffrei

Als ich heute morgen untertauchte, verspürte ich vollkommenen Frieden.
.
Das Wasser wird fest.
Schwereloser Körper in Aspik.
.
Bis zum Verzehr.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ein angreifender Tiger mit Umhang

Gibt es wirklich Menschen, die in Wolken nur Wolken sehen?

Sonntag, 12. Juli 2009

Wolken

Wolken.
bedecktes Schweigen.
bedeckter Tisch.
bedecktes Haupt.
bedeckter Genitalbereich.
bedecktes Sein.
Wolkenbruch.